Intermezzo:ORHAN PAMUK über ALEVITEN-VERFOLGUNG

Orahan Pamuk: Diese Fremdheit in mir, Carl Hanser Verlag, 592 Seiten, 2016

In seinem Roman „Diese Fremdheit in mir“ stellt der grandiose, kaum vergleichbare, Epiker Pamuk vor allem Türkei als Vielvölkerstaat dar. Das natürliche Wesen und Leben der Welt- und Kulturmetropole Istanbul zeichnen sich dadurch aus, dass hier die „Türken“, „Kurden“, „Aleviten“ u. viele andere Völkerstämme miteinander leben und arbeiten und mal sich gegenseitig aufeinander hetzen.

Unser empfindsamer, äußerst hart arbeitender Held, der Boza-Verkäufer Mevlut, findet in den Aleviten Ferhat einen gleichgesinnten Freund, da sie sich samt ihren links-liberalen Ansichten gegen die rechtsgesinnten Islamisten wehren möchten.

Von den Anhängern einer wirtschaftlich sehr gesunden und kriminell vernetzten Moschee-Einrichtung werden die Häuser der alevitischen und der links gesinnten Türken gezeichnet, um sie systematisch zu plündern und anschließend in Brand und Schutt zu setzen.

Der türkische Großgeist Pamuk verleiht als Dichter den Aleviten und den anderen Minderheiten in der Türkei ihre selbstverständlichen, gleichberechtigten Rechte zur Koexistenz auf einer Augenhöhe, in dem er Ferhat in die zarten, unerwünschten, heimlichen Liebesverhältnisse einer konservativen muslimischen Großfamilie aus dem Dorf nicht nur einfädelt. Sondern im Laufe der weiteren Schicksalsjahre tut das interreligiöse Liebes- und anschließend Ehepaar Ferhat-Samiha“ allen anderen muslimischen Verwandten emotional, kulturell, bildungsbedingt und vor allem finanziell sehr gut.

Rezensent: A. Kumar, Stadtschreiber Gotha a. D.

(Mehrseitiger BLOG / Please Scroll Further!!!)

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