150.)Literaturcafé, Halle 4, Stand B600, 21. 03. 19

LYRIK – Vom Mittelmeer bis nach Indien und zurück

  • Anant Kumar,
  • Florian Wolf-Roskosch

21. März 2019 | 11:00–11:30 Uhr Mitwirkende/Autoren

Moderation

  • Detlef W. Stein

Veranstalter Anthea Verlagsgruppe Art der Veranstaltung Lesung und Gespräch Genre Belletristik, Lyrik, Reisen/Touristik, Religion Beschreibung:Vorstellung der neuesten Gedichtbände.

“Orpheus in Prag” von Florian Wolf-Roskosch (Berlin): Kommen Sie mit auf eine Reise durch Europa, an seine Küsten, seine Grenzen und darüber hinaus! Begleiten Sie Orpheus durch die alten Städte Mitteleuropas, durch Prag, Krakau und Breslau, durch ihre Geschichte und Kultur! Tauchen Sie ein in das südliche Lebensgefühl Marseilles, in die antiken Landschaften und poetischen Echokammern des Mittelmeers, bis hinauf an die Küsten der Ostsee. Diese Reisen beginnen am Tag und enden oft in der Nacht, im Traum, in der Halluzination. Seien Sie dabei, wenn sich die Schatten der Kiefern und Platanen mit dem Rauschen des Meeres zu einer dunklen Sinfonie verbinden. Der nächste Morgen wartet mit Licht und neuer Hoffnung.

Anant Kumar, der indische Autor deutscher Zunge, bezeichnet Kassel als seine Wahlheimat. Die vorliegenden Texte aus den letzten zwei Jahrzehnten befassen sich vordergründig mit kulturellen, historischen, interkulturellen und vor allem ästhetischen Ereignissen in den Regionen Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in unterschiedlichsten schöpferischen Ausgestaltungen. Sie sind reflektierende Beobachtungen, Betrachtungen und Einmischungen.

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149.) Weimar-Tiefurt, Berlin: „OSTDEUTSCHLAND ist VIELFALT, 03.02.19

Literatur, Vortrag, Gespräch



Literatur, Vortrag, Gespräch

Autorenlesung mit Anant Kumar. Der deutsch-indische Schriftsteller hat einen biographischen Bezug zu Thüringen, da er 2015 für 1 Jahr Stadtschreiber in Gotha war. Er wird in Tiefurt aus seinem gerade erscheinenden Buch “OSTDEUTSCHLAND ist VIELFALT” lesen.
In diesem bietet der Autor eine spannende und unterhaltsame Sammlung von Beobachtungen und Kolumnen aus seiner Zeit in der Region Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern. Seine Texte sind reflektierende Beobachtungen, Betrachtungen und Einmischungen. Der indische Autor deutscher Zunge bezeichnet Kassel als seine Wahlheimat und gestaltete in den letzten Jahren viele Workshops und Vorträge in Nordamerika, England, in der EU und in Asien. Als Spezialist für Mehrsprachigkeit und kulturelle Diversität, beschreibt er Themen und Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel und lädt damit zum Nachdenken und auch Schmunzeln ein.

Anant Kumar wurde 1969 in Katihar/Indien geboren. Er besuchte die Schule in Motihari und ging anschließend an die Jawaharlal Nehru Universität in Neu-Delhi. 1991 kam er nach Deutschland, studierte in Kassel, Wien und Montpellier. Seine germanistische Magisterarbeit schrieb er über Alfred Döblin. Sein literarisches Debüt feierte er 1997 mit „Fremde Frau – Fremder Mann“. Seither führten ihn Lesetouren auch international bis an die Universitäten in Bombay (Indien) und Austin (USA).

Bekannt ist Kumar vor allem für den Spagat zwischen der multikulturellen Perspektive seines Schreibens und der tiefen Verwurzelung im deutschsprachigen Raum.

https://www.weimar.de/kultur/veranstaltungen/veranstaltungskalender/veranstaltung/lesung-mit-anant-kumar-143984/

148.) Kulturhaus Karlshorst, Berlin: Premiere „OSTDEUTSCHLAND ist VIELFALT, 23.01.19

Die klischee-bedingte Äußerung der Wessis „Drüben / Im Osten ist schlechter!“ hält Kumar äußerst fragwürdig, anmaßend und falsch.

Was ist drüben im Osten schlechter als im Westen?! … Lebensgefühl? Landschaft? Sprache? Die histotischen Bauten? Integrationsrat? Der Harz? Die Ostsee? Sexismus? Supermärkte? Rassismus? … Welcher beliebiger Parameter in welchem beliebigen Zeitabschnitt?  

Intermezzo: John Updike, Salman Rushdie, Philip Roth … Nobelpreis-Trauma!

Fast alle AutorInnen* freuen sich über ihre, kleinen und großen, Ehrungen. Sie gehen nach der Laudatio auf der Bühne auf.  

Jedoch: Die Literaturpreise, vor allem der Nobelpreis, berücksichtigen das opus des Preisträgers (der Preisträgerin mehr in manchen Zeitabschnitten) unter ihren diversesten sich verändernden Idealen, Zielen und Wünschen.

Bei den Literaturehrungen ist es äußerst zu zweifeln, ob und wie weit die Neuerfindung der Sprache, die Erneuerung bzw. Zertrümmerung der Erzählkunst / Narration, die Existenz menschlicher Rasse wegen ihrer Geschichten… die Geister der Jurys beeinflussen bzw. berühren.

Dieses fortwährende Dilemma der Literaturpreise stellen sie fest, wenn die Literaturbegeisterten mehreren You-Tube-Diskursen von John Updike, Salman Rushdie, Philip Roth…, wiederholt lauschen.

*Unter den wenigen Ausnahmen, die bei Ehrungen und vor Kamera unschön reden, kenne ich Thomas Bernhard und Klaus Kinski. Beide wurden nicht alt.  🙂

147.) HS Merseburg: Die wachen Geistern!

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Nach einer DB-Odyssee traf Romanautor Kumar doch zeitig in Merseburg ein.

In einer angenehmen Runde aus ca. 2 Dutzenden von aufgeweckten Studierenden fand die Lesung statt. Das Interesse am Wort war auffallend rührend. Die paar TN, die zur Auf- und Entnahme der Flüssigkeiten ihre Plätze verließen, kehrten im Nu zurück. D. h.: Die gedruckten Bücher haben lange noch ihre Zukunft im virtuellen Zeitalter. 🙂