148.) Kulturhaus Karlshorst, Berlin: Premiere „OSTDEUTSCHLAND ist VIELFALT, 23.01.19

Die klischee-bedingte Äußerung der Wessis „Drüben / Im Osten ist schlechter!“ hält Kumar äußerst fragwürdig, anmaßend und falsch.

Was ist drüben im Osten schlechter als im Westen?! … Lebensgefühl? Landschaft? Sprache? Die histotischen Bauten? Integrationsrat? Der Harz? Die Ostsee? Sexismus? Supermärkte? Rassismus? … Welcher beliebiger Parameter in welchem beliebigen Zeitabschnitt?  

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Intermezzo: John Updike, Salman Rushdie, Philip Roth … Nobelpreis-Trauma!

Fast alle AutorInnen* freuen sich über ihre, kleinen und großen, Ehrungen. Sie gehen nach der Laudatio auf der Bühne auf.  

Jedoch: Die Literaturpreise, vor allem der Nobelpreis, berücksichtigen das opus des Preisträgers (der Preisträgerin mehr in manchen Zeitabschnitten) unter ihren diversesten sich verändernden Idealen, Zielen und Wünschen.

Bei den Literaturehrungen ist es äußerst zu zweifeln, ob und wie weit die Neuerfindung der Sprache, die Erneuerung bzw. Zertrümmerung der Erzählkunst / Narration, die Existenz menschlicher Rasse wegen ihrer Geschichten… die Geister der Jurys beeinflussen bzw. berühren.

Dieses fortwährende Dilemma der Literaturpreise stellen sie fest, wenn die Literaturbegeisterten mehreren You-Tube-Diskursen von John Updike, Salman Rushdie, Philip Roth…, wiederholt lauschen.

*Unter den wenigen Ausnahmen, die bei Ehrungen und vor Kamera unschön reden, kenne ich Thomas Bernhard und Klaus Kinski. Beide wurden nicht alt.  🙂

147.) HS Merseburg: Die wachen Geistern!

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Nach einer DB-Odyssee traf Romanautor Kumar doch zeitig in Merseburg ein.

In einer angenehmen Runde aus ca. 2 Dutzenden von aufgeweckten Studierenden fand die Lesung statt. Das Interesse am Wort war auffallend rührend. Die paar TN, die zur Auf- und Entnahme der Flüssigkeiten ihre Plätze verließen, kehrten im Nu zurück. D. h.: Die gedruckten Bücher haben lange noch ihre Zukunft im virtuellen Zeitalter. 🙂

 

143.)05.07.18: Universität Köln: Themenreihe “Kulturelle Identität”

Unter der Themenreihe „Kulturelle Identität“ des Referats für Antidiskriminierung und Kultur des diesjährigen AStA wollen wir Euch mit Freude den Schriftsteller Anant Kumar vorstellen, der am Donnerstag, den 5. Juli eine Lesung aus seinem aktuellen Roman „Berlin- Bombay“ mit anschließender Diskussionsrunde halten wird.

Der in den deutschsprachigen Ländern vor allem durch seine satirisch-glossenhafte Kurzprosa, Kinder- und Jugendbuchbeiträge, Gedichte und Essays bekannte und mehrfach ausgezeichnete Kumar, zuletzt 2015 Stadtschreiber in Gotha, hat seinen ersten Roman herausgebracht, mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft & Kunst. Der seit 1997 auf der literarischen Bühne agierende Kumar wurde 1969 in Katihar/Indien geboren. Er besuchte die Schule in Motihari und ging anschließend an die Jawaharlal Nehru Universität in Neu-Delhi. 1991 kam er nach Deutschland, studierte in Kassel, Wien und Montpellier.

In heutigen Zeiten der Flucht und unfreiwilliger Begegnungen verschiedener Sprachen, Religionen und Kulturen möchte sich der Autor mit seinem Roman „bei den Menschen bedanken, die kulturelle Diversität und Multilingualität innehaben, sie ausleben und somit zu der natürlichen Entfaltung des Geisteslebens multikultureller Gesellschaften beitragen.“
In dieser Welt des Verschiedenen führt uns der Autor mit der ihm eigenen erzählerischer Leichtigkeit in die Verwicklungen und Tragik einer Liebe zwischen den Welten, die auf verschiedenen Ebenen von Zeit und Raum mehrdimensional erscheinen.

Kumars zentrales Thema ist die interkulturelle Wahrnehmung und Begegnung, dabei gelingen ihm scharfe Beobachtungen abseits von Betroffenheitsjargon oder klischeehaften Exotismen. Seine Originalität speist sich aus selbst-bewusster Zugehörigkeit zu verschiedenen Welten.

Eintritt frei!

Datum:
5. Juli
Zeit:
18:00 – 19:30
Website:
https://bit.ly/2Mt4D39

Veranstaltungsort

Hörsaal VIIb (Hauptgebäude)
Albertus-Magnus Platz 1
Köln, 50931 Deutschland

Veranstalter

Referat für Antidiskriminierung und Kultur AStA Uni Köln